Die Kunst des Nehmens. Wie du ständiges GEBEN ausgleichst und deinen eigenen Großmut stärkst

April 11, 2019

 

 

*enthält Werbung

Ist dir eigentlich bewusst wie viel du tagtäglich GIBST und wie großzügig du anderen gegenüber bist? Ich bin mir sicher, du bist ein warmherziger Mensch, der sich liebevoll um seine Liebsten kümmert. Als Mama gibst du permanent und selbstlos, ohne zu verlangen. Und wie sieht es mit dir selbst aus? Wie viel gibst du dir selbst oder besser gesagt, wie viel NIMMST du dir? 

 

Eine Seltenheit namens NEHMEN

Eigentlich sollte dieser Beitrag ursprünglich von Partnerschaft und Nähe handeln. Während eines herrlichen Yoga und Wellnesswochenendes im G´sund & Natur Hotel die Wasnerin mit meinem Liebsten, hat mich aber ein ganz anderes Thema beschäftigt: NEHMEN. Für viele von uns Frauen leider ein Fremdwort. Hast du dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie viel du eigentlich den ganzen Tag gibst und wie erstaunlich wenig du zum Ausgleich nimmst?

 

Ich liege auf einer kuschelig warmen Liege, lausche sanften Klängen, während ich eine Gesichtsbehandlung im Spa genieße. Pinsel und warme Tücher, die mir übers Gesicht streicheln, duftende Masken und Cremes werden aufgetragen, da zu liegen und zu wissen, es gibt nichts zu tun - was für ein Gefühl!

 

Ein paar Stunden später liege ich bei einer Yogatherapie Behandlung auf der Matte. Ich soll es möglichst fein haben, meint die Yogalehrerin des Hotels, legt mir Kissen unter und deckt mich zu. Ich darf für einen Moment die Augen schließen, mich auf meinen Atem konzentrieren und einfach das nichts-tun genießen. Und während ich da liege, mich ein zweites Mal an diesem Tag rundum umsorgt und wohlfühle und ich spüren darf - hier geht es mal nur um mich - bekomme ich überall Gänsehaut. Mir wird klar, wie sehr ich das gerade brauche und wie sehr sich alles in mir entspannt und jede Anspannung weicht. Ja wir Mamas brauchen Zeit, aber vor allem brauchen wir Zeit für Momente, in denen wir einfach mal nur empfangen dürfen. 

 

 

Jedes Geben, braucht den Ausgleich des Nehmens.

Permanent schenkst du deiner Familie Liebe, Fürsorge und deine Energie. Eigentlich sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass du dies in Form von gelegentlichem NEHMEN wieder für dich ausgleichst. Empfangen, annehmen, genießen, bekommen - all das ist super wichtig für dich,  damit du dich selbst wohlfühlst, statt das Gefühl zu haben, immer leerer zu werden.

 

Du kannst dir das so vorstellen: Es ist so als hättest du einen Korb an besonderen Gaben. Wem du erlaubst etwas herauszunehmen, darf das tun, aber du musst auch dafür sorgen, dass immer wieder etwas in den Korb zurück kommt, sonst ist dein Korb leer und es kann auch keiner mehr etwas aus dem leeren Korb nehmen. 

 

Leider haben auch wir Mamas im 21. Jhdt nicht viele Vorbilder in unserem Umfeld, die uns zeigen wie wichtig es ist, gut für unseren vollen Korb zu sorgen. Wenn wir ein Kind bekommen, erhalten wir alle möglichen Tipps. Wie man mit dem kleinen Wesen umgeht, wie man es zur Ruhe bringt, wie wir das Kind in seinem Selbstwert stärken können, usw. Aber nirgendwo steht geschrieben "Hey vergiss bei all diesen 100000 wichtigen Aufgaben nicht auch gut auf deinen eigenen Wert zu achten".

 

Du und ich, wir beide wissen, wie viel in dieser Gesellschaft von uns erwartet wird. Aber ich kann dich trösten: Es gibt jemanden, der für dich da sein kann, der dich beschützt und dafür sorgt, dass es dir gut geht...

 

DU! Du hast es in der Hand, etwas für dich einzufordern, in welcher Form auch immer.

 

 

Nehmen ist kein leichtes

Wenn ich weiß, dass mir ein gelegentliches Nehmen gut tut, warum fällt es mir dann so schwer es einzufordern oder anzunehmen? Es ist ja nicht so, dass uns keine Gelegenheiten geboten werden, etwas zu empfangen. Es geht viel mehr darum, dass wir zulassen etwas anzunehmen.

 

Wenn dir Hilfe angeboten wird  - dann nimm sie an. 

Wenn dir Zeit geboten wird - dann nimm dir diese Zeit.

Wenn dir eine Möglichkeit geboten wird dein Körbchen aufzufüllen - dann nimm sie

 

Es beginnt bei dir. Wieviel du tatsächlich nimmst und gibst, hängt alleine von dir selbst ab. So oft bekommt man den Ratschlag, man solle etwas einfordern für sich. Ja stimmt, aber zuerst muss man mal in der Lage sein zu sehen, welche Möglichkeiten sich jeden Tag anbieten und sie dann auch lernen anzunehmen.

 

 

Deine eigene Großzügigkeit

Oft sind wir unterbewusst super streng mit uns und glauben es steht uns nicht zu etwas zu nehmen, als hätten wir es nicht verdient. Traurig ist das! Wir wollen alles selber machen, möchten uns stark und unabhängig zeigen, statt schwach und "unfähig" zu erscheinen. 

 

Zudem legen wir viel zu oft eine unnötige Bescheidenheit an den Tag. Wir bremsen uns ein und nehmen nur das Nötigste. Das fängt schon im ganz kleinen dabei an, was wir für uns auswählen. Die große Portion Kuchen für alle anderen, wir geben uns mit einem kleinen Stück zufrieden. Einen großen Blumenstrauß für die Freundin zum Geburtstag, wir denken gar nicht daran, dass wir uns gleich selbst einen großen Strauß mitnehmen. Der Mann kommt früher von der Arbeit heim, wir könnten uns die Zeit für eine Joggingrunde/ einen Spaziergang in Stille nehmen, fühlen uns aber verpflichtet da zu sein, zu kochen und dem Mann nach dem langen Arbeitstag keine zusätzliche Last zuzumuten. 

 

Vielleicht schmunzelst du jetzt und denkst dir, dass ist doch Schnee von gestern, ich bin total emanzipiert, so denke oder handle ich nicht. Beobachte dich trotzdem mal bewusst und schau ob du dich in der ein oder anderen Weise selbst sabotierst, dich klein hältst und dich eher zurücknimmst als dass du dir NIMMST WAS DU BRAUCHST. 

 

Es muss dir bewusst sein, dass du alles wunderbare verdient hast, was auf dieser Welt zur Verfügung steht. Sei großzügig mit dir - es steht dir einfach alles zu, was dir in irgendeiner Weise gut tut! Nehmen ist kein Akt von Egoismus, es ist dein Ausdruck von Selbstliebe!

 

 

NEUN WEGE UM DEINEN EIGENEN GROßMUT ZU STÄRKEN

 

#1 Beginne anzuNEHMEN.

Wie bereits oben erwähnt, nimm Gelegenheiten, Pausen, Hilfen an, die dir geboten werden.

Und natürlich ohne schlechtes Gewissen bitteschön - es steht dir zu!

 

#2 Verinnerliche folgende Affirmationen.

 

Ich erlaube mir zu nehmen.

Es steht mir zu.

Ich bin es wert.

Ich gönne mir den Reichtum dieser Welt.

Ich schenke mir körperliche und geistige Freiräume.

 

Wenn du magst schreib dir die Sätze auf, klebe sie an einen Ort, der immer mal wieder deine Blicke trifft.

 

#3 Suche dir Vorbilder.

Suche dir in deinem Umfeld, in Zeitschriften, auf Social Media Kanälen (oder wo auch immer) tolle weibliche Vorbilder. Frauen die dich inspirieren, die selbstbewusst ihren Weg gehen. 

Vielleicht kennst du jemanden, für die du Abneigung empfindest, weil sie deiner Meinung nach "selbstsüchtig", "egoistisch", "selbstverliebt" ist. Frage dich, was genau an ihr findest du abstoßend? Kann es sein, dass du es insgeheim sogar bewunderst, wie gut die Frau für sich selbst sorgt und wie sich selbst wichtig nimmt? Du musst ja nicht gleich zur Piratin werden, die alles an sich reißt, aber vielleicht kannst du dir doch eine Scheibe von dieser Person abschneiden. 

 

#Umgib dich mit Menschen, die es gut mit dir meinen.

Es gibt leider genug Menschen, die sich selbst etwas besser fühlen, wenn auch du dich unvollkommen fühlst. Du hast sicher ein gutes Gespür dafür, wer es gut mir dir meint, dich unterstützt und dich gerne glücklich sieht (und wer nicht).

Wir Mamas brauchen gelegentlich etwas Verständnis und andere Mamas zum wertschätzenden Austausch.

Eine nährende Facebook Gruppe (MOMente) von Mamas, die sich gegenseitig Stärken und unterstützen findest du hier.

 

#Finde heraus, was du brauchst. 

Am besten gelingt das in Form einer Meditation. Fünf Minuten reichen oft, damit du dich spürst, deine Gedanken ruhig werden und du Zugang zu deinen Bedürfnissen bekommst. Hier auf dem Blog gibt's bald geführte 5-Minuten-Meditationen für dich. Stay tuned :-) 

In deine Meditation kannst du übrigens auch die Affirmationen einbinden.

 

#Nimm das Große Stück

Wann immer du dich für etwas entscheiden musst - wähle das Größere für dich oder eben das was mehr für dich beinhaltet. So lernst du auf dein Bauchgefühl zu hören was dir gut tut und weniger dich einer falschen Bescheidenheit hinzugeben. 

 

# Denke in Fülle, nicht in Mängel

Sätze wie "das kann ich mir nicht leisten", "dafür bin ich nicht...genug", "ich habe keine Zeit zu", programmieren dich auf Mangel. Du ziehst das an was du denkst. Denkst du in Mängeln, kommt Mangel zu dir. Denkst du in Fülle, kommt Fülle zu dir. Hör damit auf dich selbst einzugrenzen und höre auf zu sparen (gedanklich).

 

Wandle deinen eigenen Mängel-Sätze um in nährende Sätze:

"Ich möchte mir das leisten" (vielleicht nicht sofort möglich aber du sprichst damit die Absicht aus, dass du es haben möchtest) 

"Ich traue mir das zu" (manchmal ist eben auch Mut gefragt)

"Mir steht die Zeit zur Verfügung, die ich brauche" (und wenn sie dann da ist, nicht vergessen sie zu nehmen ;))

 

# Überwinde Monkeymind

Wie du vielleicht schon im Blogartikel Mamasté- Was Yoga mit dem Mama Alltag zu tun hat gelesen hast, ist unser Affe im Kopf ziemlich stark. Er kann uns ganz schön die Show vermiesen, wenn er uns plötzlich mit Ängsten, Zweifeln und Sorgen schwächt. Es fällt uns dann richtig schwer eine neue Haltung oder Einstellung umzusetzen, wenn wir von der Angst beherrscht werden. Mach dir bewusst, dass das nur dein Ego ist, das dich vor Gefahr schützen will. Heiße die Angst willkommen, bedanke dich bei ihr für ihren Schutzversuch, sie darf da sein. Aber sag ihr dann auch, dass du das schon schaffst weil du ein großes Mädchen bist und weißt was gut für dich ist. Und dann tu es einfach! Beim nächsten Mal ist die Angst sicher bereits klein oder vielleicht sogar ganz weg gegangen. 

 

 

# Gestalte ein Erfolgstachebuch

Schreib dir in einem schönen Notizbuch auf, was dir bereits an Großzügigkeit dir selbst gegenüber gelungen ist und wo du einfach mal empfangen/ nehmen durftest und wie du dich danach gefühlt hast. 

 

 

Mein herzlichster Dank gilt an die Wasnerin - ein paar Tage einfach nur nehmen und empfangen dürfen, ist wohl das Größte für eine Mama!

 

 

 

 

 

 

Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit dem G´sund & Natur Hotel die Wasnerin. Wir wurden zum Hotelaufenthalt eingeladen - meine persönliche Meinung zu unserer erlebten Zeit dort bleibt davon aber unangetastet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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