#14 Advent: Slow halt um Himmels Willen einfach mal down

December 14, 2017

 

 

 

Bewusst langsam ist besser als schnell. Wir sind es gewohnt bzw. haben wir es uns jahrelang antrainiert, alles im Rekordtempo zu meistern. Das machen wir aber nicht nur mit unseren To- do´s so, sondern auch in unserer Freizeit. Wir essen schnell, wir wollen in möglichst kurzer Zeit möglichst viel erleben und wir treiben auch unsere Kinder unentwegt an, sich zu beeilen. Das erscheint uns am effektivsten und wir sparen dadurch Zeit. Das ist aber leider falsch!

 

In Wahrheit verlieren wir dadurch Zeit. Zeit zum Staunen, unsere Umgebung bewusst wahrzunehmen, um uns und andere besser zu spüren. Und natürlich um das Leben zu genießen.

 

Stattdessen scheint es oft eher so, als würden wir dem Leben davon laufen wollen. Wir Menschen sind für so ein derartiges Tempo,  eigentlich gar nicht geschaffen. Es laugt uns aus, kostet uns enorm viel Kraft. Das Herz rast, der Puls immer auf 180, die Gedanken sind stets schon auf das Nächste gerichtet. Unser Körper braucht eigentlich Zeit zur Regeneration und unser Gehirn benötigt auch mal eine Verschnaufpause um die ganzen Eindrücke mit denen wir so konfrontiert sind, verarbeiten zu können.

 

Wir beweisen uns gerne selbst, dass wir alles schaffen und wie leistungsfähig wir doch sind. Denn gerade als Mutter, muss man das doch können! Zu den wichtigsten Eigenschaften Mutter gehören schließlich Multitaskingfähigkeit, Schnelligkeit und Effizienz. Stimmts? Wir lassen uns da auch gerne von anderen mitreissen, denn die Mutti auf Instagram hat gerade 27 verschiedene Kekssorten gebacken, die Nachbarin hat schon den genauen Menüplan fürs Weihnachtsfestessen im Kopf (und auch schon zweimal Probe gekocht), die Bekannte im Yoga hat Anfang Dezember schon alle Geschenke eingekauft

 

...Oje... und dann rennt das Rad im Kopf schon: Ich hab das alles noch nicht!  Also wird sogleich der Duracell-Häschen-Modus eingestellt um möglichst schnell aufzuholen.

 

Kurz gesagt: Wir wollen gefallen, dazugehören, anerkannt werden - also müssen wir uns beeilen um schnellstmöglich, so effektiv wie möglich, die besten Leistungen zu erbringen.

 

 

Slow Motion, please

Tu dir bitte einen Gefallen, und mach zwischendurch mal alles ganz langsam. Bewusst langsam. Kurz bevor du morgens aus dem Bett krabbelst, atmest du nochmal tief ein und aus und dann programmierst du dich mental auf SLOW MOTION.

 

Die Kinder jammern dich schon beim Zähneputzen voll, dass sie hunger haben und jetzt gleich den Toast haben wollen - ja, gleich. Der Mann möchte noch schnell das Hemd gebügelt haben, während du dir gerade deinen ersten Kaffee machst - ja gleich. Der Chef möchte dich sofort im Büro sprechen - ja, gleich. Du solltest jetzt eigentlich nicht in Ruhe auf der Couch sitzen und diesen Text lesen, sondern die Wäsche aufhängen und das Haus saugen bevor du wieder los musst um die Kinder abzuholen - ja, gleich.

 

Ja, gleich! Sollten wir viel öfter sagen und damit meinen, dass wir es etwas später tun, NACHDEM wir das fertig gemacht haben, womit wir gerade IN RUHE beschäftigt sind.

 

Nein zu Multitasking. Und auch nein zu:

 

Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Blödsinn. Es ist auch ok mal etwas was du morgen kannst besorgen, nicht auf heute zu verschieben! Wenn man sich selbst weniger stresst, hat man schließlich mehr davon.

 

Stell dir mal selbst die Frage, wann hast du das letzte Mal etwas bewusst langsam gemacht?

Es tut so gut alltägliche Dinge mal so richtig slowly zu machen...

Als Belohnung wirst du mehr Energie haben, dir wird wengiger schnell die Kraft ausgehen, du verfügst dadurch über mehr Vitalität, nimmst deine Umwelt bewusster wahr, die Kreativität und gute Laune steigt, es entsteht Platz für Neues, durch die Ruhe fühlst du dich wohl in deiner Haut und dein Körper und Geist entspannen sich. Enjoy!

 

Alles Liebe und lass es dir gut gehen, Sabrina

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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