10 Tipps die deinen Mama Alltag nachhaltig entspannen

May 13, 2017

 

Langeweile oder Stress. Ich muss wohl nicht nachfragen, was dich in deinem Mama Alltag mehr beherrscht, oder? Wann war dir zum letzten Mal langweilig?

 

Bäähm! Langeweile, was ist das?!

 

Sobald man Mutter wird, hat man keinen Dunst mehr davon, was es heißt mal nichts, absolut nichts zu tun zu haben. So richtig Zeit hatte ich das letzte Mal in der Schwangerschaft. Ich kann mich erinnern, dass ich wie ein dicker Hamster häkelnd auf der Couch gesessen bin und meinen Mann angeheult habe, dass ich nicht mehr weiß, was ich den ganzen langen Tag tun soll. Meine Mutter meinte dazu nur "Genieße es noch, bald wird alles anders sein". Oh und wie sie damit recht hatte!

 

Mein Alltag wird jedenfalls oft mit Stress, Nervenproben und Belastungstests aufgepeppt. Und ich möchte damit ganz sicher nicht sagen, dass das nur an der Fürsorge für meinen Sohn liegt. Es kommt im Alltag einer Mutter bzw. Frau eben viel auf einmal zusammen. Wir müssen alles schaffen, am besten gleichzeitig, ob wir wollen oder nicht. Manche Tage sind easy peasy, an anderen wiederum könnte man durchdrehen und würde am liebsten schreiend davon laufen.

 

Die schlimmste Begleiterscheinung einer jeden Mutter ist wohl diese fiese, in die Knie zwingende Müdigkeit. Ich finde schon, dass man Schlafentzug mit Foltermethoden vergleichen kann! Wenn man dann noch einen dieser "A********tage" hat, dann ist es komplett vorbei. Da muss eine gute Überlebensstrategie her.

 

Die 10 Tipps für einen entspannten Alltag, hab ich vor längerer Zeit für mich selbst entworfen, um mich an miesen Tagen bei Laune zu halten und um alles gelassener sehen zu können.

 

Ziel ist es, dass du dem stressigen Teil des Alltags mit Gelassenheit, positivem Denken und Humor begegnen kannst. Ich hoffe, dass es dir genauso hilft wie mir!

 

Here we go...

 

1. Vor den Kindern aufstehen

Ich mache und schaffe das natürlich nicht jeden Tag. Bin ja nicht verrückt. Der kleine Kerl ist ja spätestens um 6 Uhr auf. Aaaber hin und wieder stelle ich mir den Wecker und stehe ganz gemütlich auf, dusche mich in aller Ruhe, mach mir ein Frühstück und lies dann entweder ein bisschen oder mache Yoga. Die ersten 60 Minuten des Tages total relaxed und entschleunigt zu beginnen ist Gold wert. Ich bin dann automatisch gut gelaunt und bereit für den Tag. Das Beste daran ist die Selbstbestimmtheit. Ich beginne den Tag so wie ich es möchte. Eine Stunde später ist dann wieder wer anderer Programmchef...guess who!

 

2. Der Wochenplan

Die Chaotin in mir musste sich erst daran gewöhnen, aber ohne eine gewisse Organisation des Alltags läuft als Mama einfach nix. Ich nehme mir am Sonntag Abend immer 10 Minuten Zeit um einen Plan zu erstellen. Was fällt die kommende Woche an, welche Aufgaben sind wann zu erledigen, welche Termine, wann mache ich den Wocheneinkauf, etc. Außerdem plane ich mir eine Auszeit mit ein sowie ein paar besondere Mama-Sohn-Highlights um unseren Alltag aufzulockern und um einfach gemeinsam Spaß zu haben. Gemeinsame Erlebnisse sind mir wichtig, auch wenn eigentlich wenig Zeit wäre. Der Wochenplan ist ein richtiger Stresskiller, denn wenn man schon zu Beginn der Woche einen halbwegs strukturierten Plan im Kopf hat, kann man sich schon darauf einstellen und es ist einfach alles über die Woche hinweg besser verteilt. Es macht auch Sinn diesen Plan irgendwo aufzuhängen und den größeren Kindern zu zeigen, Aufgaben verteilen, etc.

 

3. Die Multifunktions-Liste

Jeder Spontaneinkäuferin (die sich über Stress beklagt) möchte ich unbedingt ans Herz legen einen Wocheneinkauf zu machen. Also einmal einkaufen gehen. Nicht fünfmal. Eventuell diverse Nachkäufe, aber das geht ja schnell. Das spart so viel Zeit und man muss sich nicht ständig damit beschäftigen, was koche ich heute nur schon wieder?! Gemeinsam mit dem Wochenplan fertige ich auch eine Einkaufsliste für die ganze Woche an. Dafür nehme ich mir gerne ein wenig Zeit, damit ich mich unter der Woche nicht mehr damit abplagen muss. Ich suche mir aus dem Internet neue Rezepte raus (Empfehlung: lasst euch von den vielen tollen Foodblogs inspirieren) und erstelle eine Liste mit allen Zutaten die ich brauche. Neben den Zutaten kreuze ich an, welche Sachen ich einkaufen muss. Die Liste dient also als Einkaufsliste, sowie auch als Rezeptauflistung für die Woche. Am Ende der Woche ordne ich die Liste in eine Mappe ein und kann sie ein paar Wochen später einfach wieder verwenden. Super zeitsparend das Ganze! (Ich schicke dir die Liste bei Interesse gerne als Vorlage, einfach melden)

 

4. Deine persönliche Kraftquelle finden

Die Kraftquelle sollte sowas wie ein Zufluchtsort für dich sein können. Zum Beispiel ein Sport, eine Aktivität, ein besonderer Ort, an dem du wieder deine Akkus aufladen kannst, eben wieder neue Energie und Kraft für den Alltag tankst. Meine Kraftquellen derzeit sind Yoga, ein Waldspaziergang, die Ausgeh-Abende mit meinem Partner oder mal wieder zwei Stunden alleine und gedankenlos durch die Stadt bummeln.

 

5. Mal wieder etwas zum ersten Mal machen

Hin und wieder (einfach dann wenn du Zeit und Lust dazu hast) einfach mal etwas tun, was du noch nie getan hast oder etwas das du schon lange vorhast, aber einfach nie gemacht hast. Warum? Kannst du dich noch an deine ersten Male in deinem Leben erinnern? Da gibt es sicher viele. So ein Moment, in dem man etwas zum ersten Mal macht ist einfach schön. Es beflügelt dich und bereitet dir eine Art kindliche Freude. Davon wirst du auch stimmungstechnisch lange was haben!

 

6. Ein Hobby nur für dich

Mamas die auch noch berufstätig sind oder eine Ausbildung machen, werden jetzt lachen und sagen: "Bitte wann soll noch Zeit sein für Hobbys?!" Dazu gerne meinen Blogbeitrag "Wie schafft man sich Freiräume" nachlesen  :). Ja ich weiß, es ist nicht leicht neben Familie auch noch Hobbys zu haben. Regelmäßigkeit steht hier schon mal nicht an der Tagesordnung, weil es dann eher demotiviert wenn du feststellen musst, dass es sich einfach schon wieder nicht ausgeht. Wenn jedoch Zeit bleibt ist es einfach eine wunderbare Abwechslung, die dich auf andere Gedanken bringt. Muss ja nicht immer Sport bedeuten. Vielleicht malst, bastelst, nähst du lieber, schaust gerne Filme - tu´was auch immer dir Freude bereitet.

 

7. Die Anti - Stress - Challenge

Nimm dir an einem x-beliebigen Tag vor: Egal was heute kommt oder passiert - ich bleibe gelassen!  Das ist eine seeehr gute Übung um bei dir zu bleiben, um dich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Die Kinder brüllen dich an, dein Mann macht mal wieder keinen Handstreich im Haushalt, die Pensionistin an der Kassa drängt sich vor...egal was kommt - bleib ruhig und lächle innerlich. Denk dir dann ganz laut "Oooooooommmmmmmmm" und mach dir bewusst, dass dich diese Situation übermorgen sowieso nicht mehr stressen wird, weil du´s dann ziemlich sicher bereits wieder vergesen hast. Probiere es aus, es ist wirklich eine nette und witzige Sache! Wie ein kleines Geheimnis, das nur du kennst und das dich darüber hinaus auch sonst zu mehr Gelassenheit traniert.

 

8. Das Fluch-Buch

Vor Kindern darf/sollte man ja nicht fluchen oder schimpfen. Ich weiß nicht wie ihr das seht, aber ich liebe fluchen. Ich brauche das. Es ist mein Ventil, wenn ich mich über etwas ärgern muss oder wütend bin. Und ich finde man sollte die Gefühle auch ausdrücklich rauslassen können. Männer bringen das z.B. körperlich zum Ausdruck, durch auspowern beim Sport, Fitness, usw. WIr Frauen machen das eben verbal (vielleicht nicht alle gleich fluchend). Natürlich möchte ich das nicht unbedingt gerne vor meinem Sohn tun. Deshalb gibt es bei mir ein Fluch-Wut-Ärger-Buch. Der Ärger muss raus und das mache ich in Form von Schreiben. Ein kleiner Auszug daraus: "Verfl**** sch*** nochmal, wenn mir dieser Piss** noch einmal auf den Keks geht mit seiner besch**** Korrektur und den verka**** Kommentaren, dann..." Habs etwas zensiert... Jedenfalls tut es gut! Tipp: Vor lesebefähigten Kindern lieber verstecken.

 

9. Der Belohnungstag

An schrecklichen Tagen muss man besonders lieb mit sich sein. Bei mir helfen Schokolade, ein Glas Wein (ok das ist gelogen, es sind dann eher GläsER) und online shopping. Gönn dir das Kleid - das Leben ist zu kurz, lautet hier meine Devise. Ganz typisches Mädchenzeugs halt. Aber das wirkt wie Balsam für die Seele.

 

10. Ein Auszeit Quickie

Dazu gerne hier rein schauen! Es entspannt den Alltag ungemein, wenn man immer wieder kurze Pausen nur für sich selbst einbaut und dabei einfach das macht, was einem gerade so richtig gut tut.

 

 

 

Was am Rande erwähnt auch noch sehr hilfreich ist, um herausfordernde Tage zu meistern bzw. um diese auf eine andere Art und Weise betrachten zu können: Dankbarkeit. Sich vor dem Einschlafen vor Augen zu halten was alles gut läuft und wofür man dankbar ist. Ich stelle für mich dann immer wieder fest, dass das Gute meistens überwiegt. Das stimmt mich glückselig und zufrieden!

 

 

 

 

 

 

 

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