Yogitrip Marokko

February 19, 2017

Ich liebe das Reisen! Immer mal wieder packt mich das Fernweh und dann suche ich nach neuen Reiseabenteuern. Eines nachmittags war ich genau in dieser Stimmung und durchforstete das Internet nach Möglichkeiten und Destinationen, dabei stieß ich auf Yogitrip – einer Yogarundreise quer durch Marokko...

 

Drei Monate später lande ich am Flughafen in Agadir und werde von dem österreichischen Veranstalterpaar Marion und Hannes freundlich empfangen. Sie entdeckten während eines Urlaubsaufenthalts die Liebe für das Land und Leute und gründeten ein paar Jahre darauf ihre Wüsten- und Rundreise Agentur. Sie verbringen mittlerweile dreiviertel des Jahres dort und über die Sommermonate wohnen sie in ihrer Heimat in Oberösterreich.

Im Vorfeld war ich recht nervös und unsicher zwecks der anstehenden Reise:  alleine in diesem Land, ich kenne niemanden und eine Woche kann ziemlich lange sein wenn man sich nicht wohl fühlt. Aber ich durfte sogleich feststellen, dass meine Bedenken umsonst gewesen waren. Bereits zwei Stunden nach der Ankunft im Hotel, sitze ich mit sechs anderen Reiseteilnehmern an der Bar, schlürfe Tee, wir unterhalten uns köstlich und haben sofort einen guten Draht zueinander. Ich denke mir im Nachhinein, solche Reisen machen ohnehin nur Menschen, die von Natur aus offen und kontaktfreudig sind.

Zu Beginn bin ich überrascht wie früh die Tage beginnen, um 6:00 Uhr ist bereits Tagwache. Nichts für Langschläfer, denk ich mir am ersten Morgen, putze mir schnell die Zähne, schlüpfe in mein Yogaoutfit und stehe kurz darauf gähnend auf der Yogamatte. Marions Yoga inspiriert und fesselt von der ersten Minute an. Sie hat ein gutes Gespür für die Gruppe und hält bei jeder Einheit ein besonderes Thema sowie ein kleines Geschenk für jeden bereit. Nach der morgendlichen Yogaeinheit fühle ich mich wie neu geboren und kann es dann kaum erwarten mich an das reichlich gedeckte Frühstücksbuffet heranzumachen. Nach einem gemütlichen Vormittag  machen wir uns auf den Weg in die nächste Ortschaft. Wir werden in Jeeps durch wunderschöne Landschaften chauffiert, abseits von bekannten Routen des Massentourismus erkunden wir Marokko auf eine ganz besondere, angenehme Art. Zwischenstopps für Kaffee/Tee und Essenspausen finden jeweils in Marions und Hannes Lieblingscafés und Restaurants statt. Es ist so schön, dass man sich hier um nichts kümmern muss, keine Ausflüge recherchieren und planen muss, man muss ja nicht einmal die Speisekarten fragend durchforsten und dabei hoffen, dass man das Richtige bestellt, denn sogar das übernehmen die zwei Insider, die natürlich jede Spezialität genau kennen.

Wir reisen also durch das Land, werden stets in spannenden und luxuriösen Hotels untergebracht, begegnen herzlichen Menschen, entdecken verschiedene Orte und Sehenswürdigkeiten und bekommen himmlisch gute Yogaeinheiten (ich hab wirklich schon viel Yoga bei unterschiedlich tollen Leuten gemacht, aber ich bin ein absoluter Marion Yoga Fan). Wichtig zu wissen ist, dass das Yoga wirklich für jeden machbar ist, sogar für blutige Anfänger.

Mein persönliches Highlight war der zweitägige Aufenthalt in Erg Chegaga, einem traumhaften Wüstengebiet der Sahara. Yoga zwischen den Sanddünen, Sandboarden, beim Sonnenuntergang auf einer riesigen Düne sitzend in die Ferne starren, gemeinsames Abendessen in einem romantischen Berberzelt, anschließend am offenen Lagerfeuer dem Trommeln der Einheimischen lauschen und schließlich in Schlafsäcken eingehüllt unterm Sternenhimmel übernachten (keine Angst, man schläft in einem Camp, gut bewacht und gut bewahrt vor gefährlichen Tierchen) – einfach herrlich!

 

Es war wirklich ein prägendes, wunderschönes Abenteuer, nachdem ich mich wie neugeboren und voller Lebendigkeit gefühlt habe. Jederzeit wieder!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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